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Was sind Mikroorganismen?
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Mikroorganismen waren zu Anfang des 20. Jahrhunderts
gerade einmal 30 Jahre als Infektionserreger und Verursacher
der großen Volksseuchen bekannt. Bakterien, Schimmelpilze und
Viren, alltagsprachlich oft als „Keime“ zusammengefasst, zählen
zu den so genannten Mikroorganismen. Diese sind sehr klein,
wie folgender Vergleich eindringlich belegt: Bakterien sind
beispielsweise 70mal kleiner als ein menschliches Haar dick
ist! Mikroorganismen sind für das menschliche Auge gewöhnlich
nicht wahrnehmbar -erst unter dem Mikroskop vermag man sie zu
erkennen.
Mikroorganismen vermehren sich rasant. Bakterien und Pilze vermehren
sich durch Zellteilung. Unter optimalen Bedingungen teilt sich
z.B. die Zelle eines Bakteriums etwa alle 20 Minuten. Selten
allerdings sind Oberflächen oder Gegenstände nur mit einer Keimzelle
verunreinigt, vielmehr jedoch mit einigen Tausenden von z.B.
Bakterienzellen. Somit kann innerhalb weniger Stunden eine rasante
Keimentwicklung stattfinden. Mikroorganismen sind außerdem extrem
anpassungsfähig. Einige Arten vermehren sich noch bis –15°C
(Mikroalgen) oder +113°C (Pyrolobus fumarii). Temperaturen zwischen
25°C und 40°C sind hingegen im Allgemeinen optimal für die Vermehrung
von Mikroorganismen.
Mikroorganismen sind, entsprechend ihrem Risikopotential Erkrankungen
auszulösen, in vier Risikogruppen eingeteilt:
- Risikogruppe 1: Mikroorganismen sind in der Regel für
Menschen nicht krankheitsauslösend
- Risikogruppe 2: Mikroorganismen (opportunistische Krankheitserreger)
können bei Menschen, abhängig von der Immunitätslage, Krankheiten
auslösen; auftretende Erkrankungen sind in der Regel gut
therapierbar
- Risikogruppe 3: Mikroorganismen können bei Menschen
schwere bis lebensbedrohende Erkrankungen auslösen
- Risikogruppe 4: Mikroorganismen können bei Menschen
schwere lebensbedrohende Erkrankungen auslösen, die in der
Regel nicht systemisch therapierbar sind. Bislang wurden
nur einzelne Viren in die Risikogruppe 4 eingestuft.
Hauptfokus der Haushaltshygiene sind Mikroorganismen der Risikogruppe
2. Hierzu gehören auch typische Besiedler der menschlichen Haut
und des Darms, auf deren Anwesenheit ein Mensch angewiesen ist,
um gesund zu bleiben. Mikroorganismen sind dann problematisch,
wenn sie dort anzutreffen sind, wo sie nicht hingehören. Beispiel:
Darmbakterien sind im Darm hilfreich können aber im Nudelsalat
Erkrankungen auslösen. Hier spielt auch die Immunitätslage eine
entscheidende Rolle. Gesunde und voll immunkompetente Personen
können Infektionserkrankungen leichter abwehren und Erkrankungen
haben einen milden Verlauf. Personen mit Vorschädigungen, Vorerkrankungen
oder eingeschränkter Immunabwehr haben einen höheren Hygienebedarf.
Neben gesundheitsrelevanten Aspekten können Mikroorganismen
aber auch allein schon aus ästhetischen Aspekten im Haushalt
unerwünscht sein. So können Bakterien beispielsweise für sichtbare
Biobeläge, so genannte Biofilme, verantwortlich sein. Mikroorganismen
können im Haushalt auch für unangenehme Gerüche verantwortlich
sein und Schimmelpilze, z.B. auf Badsilikon, sehen nicht nur
unästhetisch aus, sondern können auch, bei entsprechend großflächigem
Befall, Allergien fördern
Produkte sicher verwenden. Vor Gebrauch bitte
stets Kennzeichnung und Produktinformation lesen! |
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